Beelen – Zwei Tage lang stand Beelen ganz im Zeichen des Tête-à-tête. Bei der 44. Deutschen Meisterschaft traf die deutsche Pétanque-Elite aufeinander – mit dabei auch zwei Spieler des 1. FPC Frankfurt: der amtierende Deutsche Meister Pascal Sittmann und Normann Maurer. Ergänzt wurde die Frankfurter Perspektive durch Luka Day von Bornheim Boules, der ebenfalls die Farben der Region auf nationaler Ebene vertrat.
Sittmann scheitert denkbar knapp
Als Titelverteidiger stand Pascal Sittmann in Beelen naturgemäß besonders im Fokus. Ein Jahr nach seinem Titelgewinn in Ensdorf wollte der Frankfurter erneut um die vorderen Plätze spielen.
Im 1/32-Finale wartete mit Abdoulaye Diol ein starker Gegner. Es entwickelte sich eine Partie auf des Messers Schneide. Am Ende fehlte Sittmann genau ein Punkt: Mit 12:13 musste sich der Frankfurter geschlagen geben.
Knappheit lässt sich kaum eindrucksvoller beschreiben. Eine einzige Aufnahme, ein einziger Punkt trennte den Deutschen Meister des Vorjahres vom Einzug in die nächste Runde. Auch wenn die Titelverteidigung damit beendet war, unterstrich Sittmann mit seinem Auftritt erneut seine Zugehörigkeit zur deutschen Spitze.
Auch Maurer erreicht das 1/32-Finale
Normann Maurer hatte ebenfalls einen starken Turnierverlauf und erreichte das 1/32-Finale. Dort traf der Frankfurter auf Robin Wendeler.
Diesmal war die Partie weniger ausgeglichen. Maurer musste sich mit 5:13 geschlagen geben und schied damit ebenfalls in der Runde der letzten 32 aus.
Für den Verein ist das dennoch ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann: Der FPC war in Beelen nicht nur mit dem amtierenden Deutschen Meister vertreten, sondern gleich mit zwei Spielern, die sich erfolgreich durch die Vorrunde und die ersten K.-o.-Runden gearbeitet hatten.
Frankfurt und Bornheim gemeinsam vertreten
Mit Luka Day von Bornheim Boules war auch ein Spieler aus dem unmittelbaren Frankfurter Umfeld am Start. Die Präsenz von FPC und Bornheim unterstrich damit die Stärke der regionalen Pétanque-Szene.
Gerade bei einer Deutschen Meisterschaft wird sichtbar, welchen Stellenwert die kontinuierliche Arbeit der Vereine besitzt. Frankfurt und Bornheim gehören zu einer lebendigen Rhein-Main-Szene, in der sich Spieler regelmäßig auf gemeinsamen Trainingsplätzen, Turnieren und im Ligabetrieb begegnen und gegenseitig messen.
Hessen erneut im Finale
Der hessische Pétanque-Sport durfte in Beelen dennoch einen herausragenden Erfolg feiern. Clement Melnikoff vom 1. Pétanque Club Viernheim spielte sich bis ins Finale der Deutschen Meisterschaft und wurde Deutscher Vizemeister.
Damit setzte Hessen seine beeindruckende Bilanz der vergangenen Jahre fort. 2025 hatte Pascal Sittmann den deutschen Meistertitel nach Frankfurt geholt, Manuel Kern war Vizemeister und Sascha Löh Dritter.
Herzlichen Glückwunsch an Clement Melnikoff zur Deutschen Vizemeisterschaft! Sein Finaleinzug war ein weiterer Beleg für die Qualität des hessischen Pétanque.
Ein weiterer großer Erfolg folgte fast zeitgleich bei der 24. Deutschen Meisterschaft Tir de Précision: Herzlichen Glückwunsch an Sascha Löh zum Deutschen Vizemeistertitel!
Zwei Frankfurter im Kreis der Besten
Für den 1. FPC bleibt damit ein Wochenende, das trotz des Ausscheidens in der K.-o.-Phase Anlass zur Zufriedenheit gibt. Pascal Sittmann und Normann Maurer erreichten beide das 1/32-Finale und behaupteten sich damit in einem hochkarätig besetzten nationalen Feld.
Beelen ist damit Geschichte. Die Kugeln werden wieder eingepackt, die Erfahrungen bleiben.
Und die nächste Herausforderung wartet bereits auf den Frankfurter Pétanque Club.

