Startschwierigkeiten in der 1. Hessenliga

Ein Bericht von Michael Lewicki

Mit einigen unerwarteten Startschwierigkeiten hatte das Team 1 des 1. Frankfurter Pétanque Clubs am ersten Ligaspieltag zu kämpfen. Die Equipe um Spielführer Michael Lewicki musste bereits in Ihrer Eröffnungsbegegnung gegen den PC Gründau eine Niederlage hinnehmen. Möglicherweise war man nach der zweistündigen Anreise noch nicht zu 100% mit den Gedanken auf dem Platz. In jedem Fall fanden die meisten FPC-Akteure nicht zu Ihrer gewohnten Form. Das Triplette A, mit Robert, Dieter und Friedrich gewann gegen verunsicherte und nicht ins Spiel findende Gründauer (Mario Halbleib, Dang van Duy und Victor Bockelmann) deutlich mit 13:2. In der parallellaufenden Mixte-Partie lief es zu Beginn gar nicht gut. Schnell lag das Team mit Peter Henrici, Marliese Milautzki und Natascha Sieling zurück. Der Rückstand konnte jedoch durch einen gekonnten Positionswechsel wieder aufgeholt werden. Beim Stande von 6:6 begann das Team dem Druck der Gründauer nicht mehr standzuhalten. Besonders Dang van Dung brillierte auf der Mittelspielerposition und verhalf seinem Team mit gutem Legespiel immer in den Kugelvorteil. Nico Müller, der Tireur konnte sich sowohl gegen Peter Henrici und später auch gegen Natascha Sieling deutlich behaupten. Beide FPC-Spieler(in) fanden in keinster Weise zur eigenen Schussstärke. Positiv anzumerken ist, dass Marliese Milautzki sich nicht nur spielerisch, sondern besonders auch menschlich perfekt in das Team integriert hat. Marliese spielte in Ihrer ersten Partie für den Club als Vorlegerin in der Triplette Mixte und sie erfüllte Ihre Aufgabe zufriedenstellend.


Die Doublette Runde bestritten als D1 – Robert und Dieter, welche den 1.FPC mit einem deutlichen 13:3 Sieg in Führung brachten. Jetzt hatten wir zwei Matchbälle, Team D2 mit Frederick Zollfrank und Friedrich Sittmann trafen auf Dang van Dung und Victor Bockelmann. Diese Partie war von Up’s and Down’s geprägt. Zu Beginn konnte man sich direkt mit 3:0 absetzen, doch einige unglückliche Aufnahmen später hieß es nach zwei Sauschussversuchen 8:13 – somit wurde der erste Big Point vergeben. Fast zeitgleich endete die Mixte-Doublette mit Marliese und Henri. Die beiden legten einen super Beginn hin und dominierten das Mittelspiel bis zum 10:5. Nach einem taktischen Positionstausch des Gegners, verloren Sie die folgenden zwei Aufnahmen mit zwei 4er Packs und die Niederlage mit 10:13 und 2:3 Spielpunkten war perfekt.


Der Schock saß natürlich tief und die Enttäuschung war allen in den Gesichtern abzulesen. Trotzdem musste es weitergehen, zumal man jetzt den aktuellen Meister LBJ Wiesbaden vor der Brust hatte. Personelle Umstrukturierungen wurden vorgenommen, Michael Plamp und Michael Lewicki ersetzten Peter Henrici und Marliese Milautzki im Triplette Mixte. Die Herren-Equipe blieb unverändert mit Robert Haag, Dieter Schwöbel und Friedrich Sittmann. In beiden Partien wurde erbittert um jeden Cochonnet-Besitz gekämpft, das Triplette des 1. FPC reizte oft die 60 Sekunden Bedenkzeit aus, um fehlerlos zu agieren. Im Mixte-Spiel wurde flüssiger gespielt, was der Spielqualität aber keinen Abbruch tat. Peter Weise wurde in diesem Spiel mehr als nur auf Herz und Nieren geprüft, der Wiesbadener brillierte fast über die gesamte Spieldauer mit hoher Trefferquote. Seine Partnerin Gabriele Kurtz und Hassan Zehar konnten solide mitspielen, schafften es aber nicht sich gegen Michael Plamp und Natascha Sieling zu behaupten. So gewann unser Mixte am Ende verdient mit 13:10. Der erste Schritt zur „2:0 Taktik“ war somit getan. Ein Blick Richtung Herrenmannschaft ließ positives erahnen, die Jungs führten über die meiste Zeit des Spiels die Partie an. Die vorletzte Aufnahme dieser Triplette-Begegnung sollte den Spielstand auf den Kopf stellen. Zuvor vergab Dieter Schwöbel die Chance das Spiel zu beenden, wobei von vergeben darf nicht die Rede sein. Er musste die Zielkugel um 13 cm nach hinten bewegen, um eine weitere Kugel mit in das Spiel zu bekommen. Was im letztlich nicht gelang, er aber mit seiner Kugel trotzdem den Punkt hervorragend legte. Aber in der folgenden Aufnahme kassierten sie ordentlich Punkte und das Spiel war 12:12 ausgeglichen.

Der letzte Durchgang wurde von beiden Teams hart und konzentriert angegangen. Haag, Schwöbel und Sittmann erspielten sich einen zweifachen Kugelvorteil, durch ein Loch von Stephane Heroux. Unsere Kugel lag direkt vor der Cochonnet, als der Wiesbadener Jean-Piere Keller, mit einem Rafleur (Schrappschuss) es tatsächlich schafft (wie auch immer, Absicht war es sicherlich nicht!) einen eigenen Mitläufer zu produzieren. Sprich die Zielkugel springt wie erwartet nach hinten, etwa 2m und seine Schusskugel folgt der Cochonnet fast den ganzen Weg in gerader Linie. Zwei Kugeln hatte das FPC-Team noch auf der Hand und eine noch bei Frank Lückert. Dieter spielt eine super Kugel, welche etwa 2cm vor der Sau liegenbleibt. Friedrich hat jetzt die Option aggressiv auf die Eigene oder die Kugel des Gegners, welche hinten rechts liegt, zu spielen. Leider verpasst er den Donnée um wenige Millimeter zu weit rechts, so dass die Kugel ebenfalls rechts wegdriftet und zu kurz gespielt um den Gegner rauszudrücken. Der Tiefpunkt des Tages war erreicht, nach super Leistung reichte es nur zu einem unglücklichen 1:1 und die Doubletten mussten es richten.

Der Trainer setzte in der letzten Runde auf die sechs Akteure aus den Triplette-Partien, so bildeten Robert Haag und Dieter Schwöbel wieder ein Team. Neuformiert wurde das Doublette 2, mit Friedrich Sittmann und Michael Plamp, sowie das Mixte mit Michael Lewicki und Natascha Sieling. Sittmann und Plamp begannen Ihr Spiel sehr konzentriert und konnten die Partie schnell dominieren. Sie vermieden über die gesamte Dauer grobe Fehler, so dass nach 30 Minuten der 1. FPC mit 2:1 in Führung ging. Das ruhige und harmonische Spiel der Beiden, spiegelte sich auch im deutlichen Ergebnis mit 13:3 wieder. Die neue Doublette-Mixte Formation, Michael Lewicki und Natascha Sieling, sollte planmäßig einen sicheren Sieg auf das Punktekonto bringen. Ebenso wie bei Sittmann und Plamp konnte diese Partie früh dominiert werden. Das druckvolle Legespiel brachte Gabi Kurtz permanent unter Zugzwang. Ihr Partner Peter Weise entsorgte die Kugel stets mit hoher Trefferquote. Natascha Sieling beendete die Begegnung und krönte Ihre tolle Schussleistung mit einem staubtrockenen Palet zum 13:2. Am Ende blieb den Wiesbadenern nur die Erkenntnis, dass sie in diesem Spiel nicht den Hauch einer Chance hatten. Der entscheidende dritte Siegpunkt war geholt und die Erleichterung war deutlich greifbar. Er war so greifbar, dass Robert Haag und Dieter Schwöbel Ihr Spiel trotz Führung gegen Frank Lückert und Stephane Heroux noch verloren. Es ist einfach schwierig die Konzentration nach einem Sieg, besonders aber nach einem so anstrengenden Ligaspieltag bis zur letzten Kugel aufrecht zu erhalten. Mit einer Niederlage gegen den Serienmeister wäre der Saisonstart für den Frankfurter Pétanque Club zu einem Desaster geworden. So kommt durch den 3:2 Sieg gegen Wiesbaden auf einen anständigen 5. Tabellenplatz mit Tendenz Richtung Spitzentrio. Mannschaftsführer Michael Lewicki meinte nach dem Spiel: „Wir haben es immer noch selbst in der Hand, eine Niederlage wirft uns nicht zurück. Die Mannschaft hat das Sieger-Gen in sich und wir werden stärker denn je unsere Gegner dominieren!“.

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