Auftakt mit Erfahrung und Anspruch
Mit der 49. Deutschen Meisterschaft im Triplette begann am Wochenende in Düsseldorf die nationale Pétanque-Saison auf höchster Ebene. Auf der Anlage von Düsseldorf sur place traten 128 Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet an, um den ersten deutschen Titel des Jahres 2026 auszuspielen. Neben den Zuschauern vor Ort verfolgten zahlreiche Interessierte die Begegnungen über die Live-Übertragungen des Deutschen Pétanque-Verbandes.
Für Düsseldorf sur place bedeutete die Veranstaltung die Fortsetzung einer Reihe bedeutender nationaler Wettbewerbe. Bereits in den beiden Vorjahren hatte der Verein die Deutschen Meisterschaften im Doublette Mixte ausgerichtet. Entsprechend routiniert präsentierte sich die Organisation des Turniers.
Gespielt wurde auf 64 Bahnen, die sich in einem gepflegten Zustand befanden. Mehrere Bereiche der Anlage waren in den vergangenen Monaten überarbeitet und modernisiert worden. Das Gelände bot damit einen angemessenen Rahmen für die erste nationale Titelentscheidung des Jahres. Vor allem am Sonntag verdichtete sich das Geschehen rund um das Carré d’Honneur, wo die entscheidenden Begegnungen ausgetragen wurden. Dort versammelten sich zahlreiche Zuschauer, während auf den Spielfeldern um jeden Punkt gerungen wurde.
| Startplatz | Name | Verein | Resultat |
|---|---|---|---|
| Hessen 04 | Marcus Faltermann | 1. Frankfurter Pétanque Club | K.O. Runde | 1/32 |
| Hessen 04 | Pascal Sittmann | 1. Frankfurter Pétanque Club | K.O. Runde | 1/32 |
| Hessen 04 | Benjamin Lehmann | 1. Pétanque Club Viernheim | K.O. Runde | 1/32 |
Auch der Frankfurter Pétanque Club war mit drei Mannschaften vertreten. Das beste Ergebnis aus Frankfurter Sicht erzielte Normann Maurer, der mit seinem Team bis in das Achtelfinale vorstieß. Für Maurer handelte es sich um eine bemerkenswerte Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Bereits in den 1980er Jahren hatte er das Trikot des Frankfurter Pétanque Clubs getragen.
| Startplatz | Name | Verein | Resultat |
|---|---|---|---|
| Hessen 06 | Andreas Dosch | SV DISBU Rüsselsheim e.V. | K.O. Runde | 1/8 |
| Hessen 06 | Normann Maurer | 1. Frankfurter Pétanque Club | K.O. Runde | 1/8 |
| Hessen 06 | Jörn Krause | PSG Rüsselsheim e.V. | K.O. Runde | 1/8 |
Seine Erfolge gehören seit Jahrzehnten zur deutschen Pétanque-Geschichte. 1983 gewann Maurer gemeinsam mit Jörg Walter in Rastatt den Deutschen Meistertitel im Doublette. Sieben Jahre später folgte in Saarbrücken der Titel im Triplette an der Seite von Peter Bopp und Tino Capin. Bereits ein Jahr darauf sicherte er sich in Völklingen erneut die Deutsche Meisterschaft im Doublette, diesmal zusammen mit Hubert Arians. Auch in jüngerer Zeit blieb Maurer auf nationaler Ebene erfolgreich und ergänzte seine Titelsammlung zuletzt um die Deutsche Meisterschaft im Triplette Ü55.

Das Wetter erwies sich während des Wochenendes nicht durchgehend als verlässlicher Begleiter. Wiederkehrende Regenschauer erschwerten die Bedingungen zeitweise, ohne jedoch den Ablauf der Meisterschaft grundlegend zu beeinträchtigen. Der sportliche Wettbewerb rückte dadurch nicht in den Hintergrund.
Zum Gelingen der Veranstaltung trugen zahlreiche Helfer bei, die während des gesamten Wochenendes im Einsatz standen. Sie gewährleisteten den Spielbetrieb ebenso wie die Versorgung der Teilnehmer und Gäste. Die Erfahrungen aus früheren Großveranstaltungen waren vielerorts erkennbar.
| Startplatz | Name | Verein | Resultat |
|---|---|---|---|
| Hessen 12 | Herbert Elsemann | BC Rheingau Oestrich-Winkel | Gruppe | Barrage |
| Hessen 12 | Gerhard Kress | TG Winkel 1846 e.V. | Gruppe | Barrage |
| Hessen 12 | Bassil Rezaie | 1. Frankfurter Pétanque Club | Gruppe | Barrage |
Die Meisterschaft hinterließ damit einen geschlossenen Eindruck. Sportlicher Wettbewerb und organisatorische Verlässlichkeit gingen Hand in Hand. Für den deutschen Pétanque-Sport markierte das Wochenende in Düsseldorf einen gelungenen Auftakt in die Meisterschaftssaison 2026. Für den Frankfurter Pétanque Club stand darüber hinaus die erfreuliche Erkenntnis, dass mit Norman Maurer eine der prägenden Persönlichkeiten des deutschen Pétanque-Sports weiterhin auf höchstem nationalen Niveau konkurrenzfähig blieb.
