Pétanque im Schatten alter Alleen
Im Dieburger Schlossgarten überzeugen die Teams des 1. Frankfurter Pétanque Clubs erneut mit starken Leistungen – bei besten Bedingungen und vor außergewöhnlicher Kulisse.
Der Dieburger Schlossgarten bietet für das Pétanque-Spiel eine Kulisse, wie sie nur selten anzutreffen ist. Zwischen historischen Sichtachsen, alten Baumreihen und weitläufigen Grünflächen verbindet sich hier französische Lebensart mit einem bedeutenden Kulturdenkmal. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück, als die Familie von Groschlag den Garten nach französischem Vorbild gestalten ließ. Damit besitzt der Schlossgarten eine historische Verbindung zu jenem Land, in dem Pétanque und Boule bis heute zum alltäglichen Bild öffentlicher Plätze und Parks gehören.
Auch aus praktischer Sicht erweist sich die Anlage als nahezu ideal für den Präzisionssport. Die ebenen, wassergebundenen Wege bieten einen festen und zugleich natürlichen Untergrund, auf dem die Kugeln kontrolliert gespielt werden können. Die großzügigen Freiflächen erlauben den Aufbau zahlreicher Spielfelder, ohne den Charakter der historischen Parkanlage zu beeinträchtigen. Schattenspendende Baumalleen und die ruhige Atmosphäre sorgen zudem selbst an warmen Sommertagen für angenehme Bedingungen.

Dass der Dieburger Schlossgarten seit Jahren zu den beliebtesten Austragungsorten im regionalen Turnierkalender zählt, überrascht daher kaum. Wer hier Pétanque spielt, erlebt weit mehr als einen sportlichen Wettbewerb. Das Spiel fügt sich harmonisch in die historische Gartenlandschaft ein und knüpft zugleich an die französischen Wurzeln der Anlage an. So entsteht ein Ort der Begegnung, an dem Sport, Geselligkeit und Kulturgeschichte auf besondere Weise zusammenfinden.
Für den 1. Frankfurter Pétanque Club ist der Schlossgarten darüber hinaus seit jeher ein besonders erfolgreiches Pflaster. Ein Blick in die Ergebnislisten vergangener Jahre zeigt, dass Spielerinnen und Spieler des Vereins hier regelmäßig zu den Protagonisten des Turniers gehörten. Wer den Staub von den Geschichtsbüchern bläst und sich mit der Historie der Veranstaltung beschäftigt, stößt ungewöhnlich häufig auf Namen, die auch heute noch die Farben des Frankfurter Traditionsvereins vertreten.
| Jahr | Spieler | Resultat |
|---|---|---|
| 2006 | Dr. Robert Haag | Eric Handouche | 3. Platz |
| 2007 | Dr. Robert Haag | Eric Handouche | 3. Platz |
| 2010 | Dieter Schwöbel | Friedrich Sittmann | 5. Platz |
| 2011 | Dr. Robert Haag | Pascal Sittmann | Sieger |
| 2012 | Horst Linck | Maximilian Hellbach | 3. Platz |
| 2012 | Dr. Robert Haag | Pascal Sittmann | 5. Platz |
| 2012 | Kai-Uwe Klinkel | Christian Birk | 5. Platz |
| 2015 | Patrick Müller | Maximilian Hellbach | 3. Platz |
| 2016 | Marcus Faltermann | Florian Hennekemper | 3. Platz |
| 2016 | Dr. Robert Haag | Gael Porte | Finalist |
| 2017 | Dr. Robert Haag | Michael Lauer | 5. Platz |
| 2018 | Pascal Sittmann | Friedrich Sittmann | 3. Platz |
| 2019 | Marcus Faltermann | Mahmoud Tabrizi | Finalist |
| 2022 | Pascal Sittmann | Friedrich Sittmann | Sieger |
| 2022 | Anna Neubauer | Fabrice Denoce | 5. Platz |
| 2023 | Marcus Faltermann | Basil Rezai | Sieger |
| 2023 | Marcel Bomsdorf | Ben Weiland | 3. Platz |
| 2023 | Marcel Jazenko | Salih Kilinc | 5. Platz |
| 2023 | Anna Neubauer | Fabrice Denoce | 5. Platz |
| 2024 | Marcus Faltermann | Basil Rezai | Sieger |
| 2024 | Pascal Sittmann | Friedrich Sittmann | Finalist |
| 2024 | Nicole Steinbarth | Abdul Sebbour Sejigi | 3. Platz |
| 2024 | Marcel Jazenko | Stefan Nell | 5. Platz |
| 2025 | Marcus Faltermann | Basil Rezai | Finalist |
Diese Erfolgsgeschichte setzte sich auch am vergangenen Wochenende fort. In einem stark besetzten Teilnehmerfeld gelang mehreren Teams des 1. FPC der Einzug in die entscheidenden K.-o.-Runden. Mit konzentrierten Leistungen und der gewohnt taktischen Spielweise behaupteten sich die Frankfurter bis weit in den Turnierverlauf hinein und gehörten erneut zu den prägenden Mannschaften der Veranstaltung.
Begleitet wurde das Turnier von nahezu perfekten äußeren Bedingungen. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen präsentierte sich der Schlossgarten von seiner besten Seite. Zugleich bestätigte sich einmal mehr der ausgezeichnete Ruf der Veranstalter. Die Organisation verlief routiniert und reibungslos, die Turnierleitung agierte umsichtig und erfahren, und auch die Verpflegung ließ keine Wünsche offen. Für Spieler und Besucher entstand so eine Atmosphäre, die sportlichen Ehrgeiz mit entspannter Geselligkeit verband.
| A-Turnier 2026 | Spieler | Verein |
|---|---|---|
| Sieger | Aaron Sommer | Nicolas Mari | BC Mechenhard |
| Finalist | Ronny Wiedemann | Maximilian Borst | PC Viernheim | BC Mechenhard |
| 3. Platze | Pascal Sittmann | Friedrich Sittmann | 1. Frankfurter Pétanque Club |
| Marco Kowalski | Loic Elitog | PC Viernheim | Disbu Rüsselsheim | |
| 5. Plätze | Norbert Bär | Marcus Faltermann | BC Tromm | 1. Frankfurter Pétanque Club |
| Ralf Rausch | Wolfgang Drogula | PSG Rüsselsheim | Budenheim | |
| Natascha Sieling | Frank Schaber | Disbu Rüsselsheim | |
| Clement Melnikoff | Christian Birk | PC Viernheim | LBJ Wiesbaden |
Zwar blieb den Frankfurter Teams der ganz große Wurf am Ende verwehrt, doch die tiefen Vorstöße in die Finalrunden unterstrichen erneut die Wettbewerbsstärke des Vereins. Der Dieburger Schlossgarten bleibt damit ein Ort, an dem die Spieler des 1. FPC regelmäßig ihre Klasse unter Beweis stellen und an dem die Vereinsgeschichte um weitere erfolgreiche Kapitel ergänzt wird.
Für Boulespieler aus nah und fern bleibt das Dieburger Turnier eine uneingeschränkte Empfehlung. Die Verbindung aus historischer Parklandschaft, hervorragenden Spielbedingungen, professioneller Organisation, guter Verpflegung und einer außergewöhnlich angenehmen Atmosphäre macht die Veranstaltung zu einem der reizvollsten Termine im regionalen Pétanque-Kalender. Wer die Gelegenheit hat, sollte den Weg nach Dieburg nicht scheuen – sei es als Teilnehmer oder als Besucher. Kaum ein anderer Austragungsort verbindet die Kultur des Boulespiels so stimmig mit Geschichte, Natur und gelebter Gastfreundschaft.
