Mit der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft Triplette der Damen wurde am Sonntag in Rodgau ein wichtiger Meilenstein der nationalen Pétanque-Saison erreicht. Sieben Mannschaften kämpften um vier Startplätze für die Titelkämpfe, bei denen die besten Damenteams Deutschlands aufeinandertreffen.
Gespielt wurde nach einem klaren Qualifikationsmodus. Entsprechend der Ranglistenpunkte teilte der Hessische Pétanque Verband die Mannschaften in einen Vierer- und einen Dreier-Poule ein. Wer seine ersten beiden Begegnungen gewann, war unmittelbar für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Mannschaften mit einer Bilanz von einem Sieg und einer Niederlage mussten anschließend in einer Barrage um die verbleibenden Startplätze antreten.

Dem Hessischen Pétanque Verband stehen in diesem Jahr insgesamt sieben Startplätze bei der Deutschen Meisterschaft der Damen zur Verfügung. Die Anzahl ergibt sich aus der Größe des Landesverbandes sowie den sportlichen Erfolgen der hessischen Mannschaften bei den Deutschen Meisterschaften des Vorjahres. Entsprechend hoch war die Bedeutung des Qualifikationsturniers in Rodgau, denn nur ein Teil der hessischen Teams musste den Umweg über die Qualifikation nehmen.

Bereits vor dem Turnier stand fest, dass Anna Neubauer gemeinsam mit Andrea Gerwig und Heike Marten aus Kassel erneut bei der Deutschen Meisterschaft antreten wird. Das Trio überzeugte bereits im vergangenen Jahr mit einem hervorragenden 5. Platz und zählt auch in dieser Saison zu den erfahrenen hessischen Mannschaften. Mit ihrer Routine und ihrer konstanten Leistung gehört die Equipe zu den Teams, denen auch bei der Deutschen Meisterschaft ein gutes Ergebnis zuzutrauen ist.

Den zweiten Frankfurter Startplatz musste sich dagegen das Team um Bundesligaspielerin Nicole Steinbarth erst auf dem Spielfeld erarbeiten. Bereits die erste Begegnung entwickelte sich zu einer Partie, die den gesamten Charakter eines Qualifikationsturniers widerspiegelte: Jeder Punkt konnte über den weiteren Saisonverlauf entscheiden. Nach einem frühen 3:7-Rückstand schien die Ausgangslage zunächst schwierig. Doch die Mannschaft blieb ruhig, arbeitete sich Aufnahme für Aufnahme zurück und stellte beim 10:10 den Ausgleich her.
In der entscheidenden Phase bewies das Team Nervenstärke. Mit einer präzise platzierten Kugel gelang es, den entscheidenden Punkt zu sichern. Da diese Kugel bis zum Ende der Aufnahme nicht mehr aus dem Bild geschlagen werden konnte, stand schließlich ein hart erkämpfter 13:12-Erfolg fest – der denkbar knappste Sieg im Pétanque.
Von dieser engen Auftaktpartie ließ sich die Mannschaft jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen. Im zweiten Spiel trat das Team deutlich dominanter auf, kontrollierte die Begegnung von Beginn an und ließ dem Gegner kaum Möglichkeiten, selbst Akzente zu setzen. Der souveräne 13:6-Erfolg bedeutete den zweiten Tagessieg und damit die direkte Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.
| Gegnerinnen | Resultat |
|---|---|
| Bothe | Hirsch | Schwindling (alle SKG Rodgau) | 13:12 |
| Trilling (BC Rodgau) | Auer (BB Ostheim) | Dewitz (PC Kriftel) | 13:06 |
Für den Frankfurter Pétanque Club ist das Ergebnis ein bemerkenswerter Erfolg. Mit Anna Neubauer sowie Nicole Steinbarth werden gleich zwei Bundesligaspielerinnen des Vereins bei den nationalen Titelkämpfen vertreten sein. Insgesamt entsendet der FPC zwei Mannschaften zur Deutschen Meisterschaft Triplette der Damen und gehört damit zu den hessischen Vereinen mit der stärksten Präsenz im Teilnehmerfeld.
Die Ausgangslage für die Deutschen Meisterschaften stimmt den Verein optimistisch. Während die Equipe um Anna Neubauer auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre aufbauen kann, hat das Team um Nicole Steinbarth mit einer überzeugenden Qualifikationsleistung seine Wettkampfstärke unter Beweis gestellt. Sollten beide Mannschaften ihre Form bestätigen, darf sich der Frankfurter Pétanque Club berechtigte Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden machen. Vielleicht gelingt es erstmals in der Vereinsgeschichte, bei einer Deutschen Meisterschaft der Damen in der Disziplin Triplette um die Spitzenplätze mitzuspielen.
