Pokal | 1. Runde

Seeheim überrascht in Frankfurt – Frankfurter droht frühes Pokal-Aus

Im Pokal des Hessischen Pétanque-Verbandes hat der 1. BC 1986 Seeheim beim Frankfurter Pétanque Club für eine bemerkenswerte Überraschung gesorgt. Die Gäste setzten sich in einer über weite Strecken engen Begegnung mit 19 zu 12 durch und nutzten ihre Chancen in den entscheidenden Spielsituationen konsequent.

Der Frankfurter Pétanque Club war als Favorit in die Partie gegangen. Der Verein zählt im Verbandsvergleich seit Jahren zu den leistungsstärksten Adressen und ist in den oberen Regionen der HPV-Ranglisten regelmäßig mit mehreren Spielern vertreten. Entsprechend groß war vor Spielbeginn die Erwartung, dass die Gastgeber ihre individuelle Qualität würden ausspielen können.

Gleichwohl setzte sich ein Eindruck fort, der den Frankfurtern bereits den Saisonstart in der Bundesliga erschwert hatte: Die Formkurve zeigt sich bislang schwankend, die notwendige Konstanz über mehrere Begegnungen hinweg fehlt noch. Auch im Pokal gelang es nicht, über die gesamte Spieldistanz die gewohnte Stabilität abzurufen.

Seeheim präsentierte sich dagegen als kompakte Einheit. Die Gäste hielten die Begegnung konsequent offen, agierten in engen Aufnahmen ruhig und nutzten kleine Unsauberkeiten des Gegners effizient aus. Insbesondere in den Doublette- und Triplette-Partien erwies sich diese Geschlossenheit als spielentscheidend.

Mit der Niederlage endet der Pokalweg für Frankfurt allerdings nicht zwingend endgültig. Über die sogenannte Lucky-Loser-Runde im Juni besteht die Möglichkeit zum Nachsitzen – eine letzte Gelegenheit, sich im Wettbewerb zu halten und den frühen Ausrutscher noch zu korrigieren. Der Ausgang dieser Zusatzrunde dürfte damit für die Frankfurter bereits früh in der Saison eine gewisse Richtungsentscheidung darstellen.

Für Seeheim hingegen bedeutet der Erfolg nicht nur das Weiterkommen, sondern auch ein Ausrufezeichen in einem Wettbewerb, in dem vermeintliche Favoritenrollen erfahrungsgemäß wenig Bestand haben.